5 Katzen- Tips

Katzen-Tip 1:         Wenn man eine Katze ins Haus holen will

 

Lieber Tierfreund,

wenn Sie sich fragen welche Katze wohl zu ihnen passt oder ob das Geschlecht vielleicht wichtig ist, können wir Sie beruhigen.

Denn: Die Katze wird Sie aufsuchen!!

 

Sofern Sie ein Jungtier aus einem Wurf zu sich nehmen wollen, sollten Sie das Kätzchen, dass sich zuerst für Sie interessiert wählen.

So haben Sie die Garantie, dass bei dem süßen Stubentiger schon eine gewisse Sympathie für Sie vorhanden ist.

Es ist auch wirklich unerheblich, ob ihr zukünftiger Liebling männlich oder weiblich ist. Vorurteile über gewisse Eigenschaften, die dem einem oder anderen Geschlecht nachgesagt werden, sind aus Einzelerlebnissen entstanden und können unserer Erfahrung nach nicht verallgemeinert werden.

 

Jedoch bevor Sie sich eine Katze anschaffen: denken Sie bitte daran, dass diese Tiere gut und gerne 15 Jahre alt werden können!!

Sie übernehmen also für viele Jahre die Verantwortung für ein Lebewesen, dass ihnen vertraut und bei Ihnen Geborgenheit sucht.

 

Die Tierhilfe Bochum e.V. möchte Sie auf diesem Weg anregen zu überlegen, ob es denn in jedem Falle ein kleines Kätzchen sein muss, dass Sie zu sich nehmen.

Ein älteres Tier kann sich in seinem neuen Zuhause genauso schnell eingewöhnen und Ihnen Ihre Liebe und Zuneigung durch rührende Anhänglichkeit danken, besonders wenn es ein schweres Schicksal hinter sich hat.

Eine ältere Katze erspart Ihnen auch all die Mühe, die Sie mit der Sauberkeitserziehung und der turbulenten, alles umrennenden Lebensfreunde von Jungtieren hätten.

 

 


Katzen-Tip 2:      Eine Katze hält Einzug

 

Bevor Sie ihre Auserwählte zu sich holen, richten Sie ihre Wohnung mit dem Nötigsten ein.

 

Schließlich soll Ihre Katze es vom ersten Moment an gemütlich haben und sich wohlfühlen, nicht wahr?

Fürs erste reicht da ein Katzenklo mit asbestfreiem Streu und zwei Näpfe, von denen einer ständig mit Wasser gefüllt sein sollte.

Bieten Sie ihrer Katze Möglichkeiten, ihre Krallen zu schärfen und ihr Kletterbedürfnis auszuleben.

Dabei genügt es völlig mehrere Bastmatten in der Wohnung zu verteilen.

Oder umwickeln Sie einen armdicken Ast oder ein Kantholz mit mindestens 8 - 10 mm starkem Sisalstrick.

Vielleicht schenken Sie ihrer Katze sogar einen handelsüblichen, oder besser noch, einem selbstgemachten Kratzbaum, dessen Ebenen einen so großen Abstand voneinander haben sollten, dass sich eine ausgewachsene Katze ausgiebig daran Strecken kann.

Überlassen Sie es ihrer Katze, sich den Schlafplatz auszusuchen, den sie am schönsten findet. Es reicht wenn Sie dort dann ein Kissen oder eine Decke hinlegen. Beides sollte gut waschbar sein.

 

Und noch etwas:

Transportieren Sie ihre Katze niemals ohne geeignete Transportmöglichkeit (verschließbar). Dafür gibt es Container, Taschen oder Körbe mit Gitter.

Körbe haben den Vorteil, dass sie anderweitig als Schlaf- Kletter- und Kratzgelegenheit benutzt werden können.

 

Was Ihre samtpfötige Schönheit sonst noch alles machen möchte, wird sie Ihnen gewiss selber sagen.

 


Katzen-Tip 3:      Gefahren für Katzen

 

Wir möchten Ihnen als zukünftign Katzenhalter einige Gefahrenquellen nennen, wobei als Faustregel gilt: Was kleinen Kindern schadet, schadet auch der Katze.

 

1) Todesfalle Kippfenster

Es sind schon viele Katzen beim Versuch hinaus zu gelangen zwischen die Fensterrahmen geraten und haben sich dabei innere Verletzungen zugefügt, an denen sie jämmerlich zugrunde gingen.

Kippen Sie deßhalb das Fenster nur, wenn und solange Sie sich im Raum aufhalten!

 

2) Gefährliche Gegenstände

Besonders gefährlich sind:

- Nähnadeln, Reißzwecken, Radiergummis sowie alles Kinderspielzeug aus    

  Weichplastik

- Glasperlen und Knöpfe

- Lametta und Zierkräuselband

- Streichhölzer, Tabakwaren und Zigarettenkippen

- Plastiktüten (Beim Hineinkriechen droht der Erstickungstod)

 

3) Medikamente

...gehöhren nicht auf den Küchentisch, sondern in eiinen verschließbaren Schrank (Badezimmerschrank).

Für Menschen hamlose Medikamente (z.B. Aspirin) können für Katzen tödlich sein!

 

4) Putzmittel

zum Reinigen der Wohnung oder sonstigen Hausratsgegenständen, sollte auf jeden Fall auf phosphathaltige Putzmittel verzichtet werden, da es durch diese zur Blutzersetzung im Körper der Katze kommen kann und sie auch für den Menschen nicht ganz unbedenklich sind.

Benutzen Sie daher im Interesse der Gesundheit Ihrer Katze und Ihrer eigenen Gesundheit lieber Schmierseife!

 

5) Pflanzen

Grünpflanzen und Blumen erzeugen zwar Gemütlichkeit in jeder Wohnun, aber auch hierbei gibt es Pflanzen die bei Katzen zu Vergiftungserscheinungen führen.

Zu ihnen zählen:

Orchideen, Weihnachtsstern, Maiglöckchen, Farn, Efeugewächse, Dieffenbachia, Nadelgehölze, Kakteen, Nachtschattengewächse sowie Schnittblumen aller Art.

 

6) Renovierung

Auch bei der Renovierung der Wohnung ist Vorsicht geboten. Der frische Farbanstrich und Terpentin können durch Einatmung und durch Auflecken bei der Fellpflege in den Organismus gelangen und dort Unheil anrichten. 

Es ist immer noch besser die Katze ganz aus dem Raum zu verbannen, denn dann können Sie ungestört und ohne böse Überraschungen arbeiten


Katzen-Tip 4:    Gesunde Ernährung für Katzen

 

Katzen sind im Hinblick auf die Nahrungswahl ausgesprochene Individualisten. Was der einen schmeckt, verschmäht die andere grundsätzlich.

Jeder Katzenhalter hat da andere Erfahrungen und desshalb können wie hier nur ein paar Grundsätze aufführen. 

Vor allen Dingen muss man sich klarmachen, dass man Katzen weder mit Küchenresten noch vegetarisch ernähren kann!

Damit Ihre Katze gesund bleibt, benötigt sie eine für sie vollwertige Nahrung.

Dazu bietet sich das herkömmliche Dosenfutter an, dass schon eine bestimmte Mischung aus Vitaminen, Eiweißen, Kohlenhydraten, Mineralstoffen und Ballaststoffen enthält. Diesem Futter können Sie zur Abwechslung geringe Mengen salzfreier Nahrungsmittel untermischen, z.B. rohes Rind- oder Geflügelfleisch.

Sollte Ihr Tier einmal Durchfall bekommen haben, mischen Sie dem Futter mit kochendem Wasser überbrühte, gequollene Haferflocken bei.

Nicht geeignet sind Süßigkeiten, Alkohol, rohes Schweinefleisch, Kohl und geräucherte oder gewürzte Nahrungsmittel.

Geben Sie Ihrer Katze zu jeder Futterration einen sauberen Napf, aber erneuern Sie das Trinkwasser nur einmal am Tag. Katzen lassen ihr Wasser meist eine Weile abstehen bevor sie trinken, da frisches Leitungswasser zu stark nach den chemischen Zusätzen aus den Aufbereitungsanlagen riecht.

 

Ihre Katze verschluckt, wenn sie sich putzt, ihre losen Haare. Diese kann sie besser verdauen, wenn Sie ihr ein Pflanzenschälchen mit Gras oder Kresse zur Verfügung stellen.

Falls kein Gras zur Verfügung steht, mischen Sie 1x wöchentlich Pflanzenöl unter das Futter. Sie könnte sich sonst an den Zimmerpflanzen vergreifen.

 

Geben Sie ihrem Liebling ab und zu ein "Bonbon" in Form einer Vitamintablette. Bei ausgewogener Ernährung wie oben beschrieben sind diese zwar nicht notwendig, aber ihre Katze wird sich darüber freuen.

Und mal ganz ehrlich: Sie gönnen sich doch auch ab und zu einmal eine Freude.


Katzen-Tip 5:     Die kastrierte Katze

 

Das Zusammenleben mit einer kastrierten Katze hat seine Vorteile!

 

Ähnlich wie andere Haustiere wird auch die Katze geschlechtsreif, ehe ihre gesamte körperliche Entwicklung zum Abschluss gekommen ist, d.h. zwischen dem 7. und 9. Monat.

 

Bei Haus und Edelkatzen kann es das ganze Jahr über zur Rolligkeit kommen. 

Einige Katzen sind in dieser Zeit sehr unruhig und versuchen aus dem Haus zu kommen, so dass die Gefahr einer Befruchtung besteht. Durch eine rechtzeitige Kastration kann die Flut von Katzenkindern eingedämmt werden. Nebenbei können Katzen und Kater während der Kastration tätowiert werden, wodurch ein entlaufenes, aber registriertes Tier eher gefunden werden kann.

Für die Behauptung, eine Katze sollte aus gesundheitlichen Gründen wenigstens einmal in ihrem Leben Junge bekommen, konnte die Tierhilfe Bochum e.V. bisher keine wissenschaftlichen Belege finden.

Kater haben keine sich regelmäßig wiederholende Brunst und sind jederzeit in der Lage, eine Katze zu decken.

Ein unkastrierter Kater markiert seine Umgebung mit einem aufdringlichen Geruch.

Dieses tut er in jedem Revier, auch in Ihrer Wohnung. Desshalb ist es in Ihrem eigenen Interesse notwendig, Ihren Kater kastrieren zu lassen, zumal Sie ihn dan ruhigen Gewissens auch einmal im Garten spazieren lassen können.

Für Katzen und Kater, die hin und wieder in Urlaubspflege gegeben werden, ist eine Kastration nach unserer Meinung ohnehin unerlässlich.

Haben Sie keine Sorge: durch eine Kastrationgeht Ihren Lieblingen nicht von ihrer Lebensfreude verloren. 

 


Wohin mit dem Tier im Urlaub?

Wissen Sie schon wo ihr Tier im Urlaub bleibt?

 

Jedes Jahr kurz vor dem Urlaub stellt sich für viele Tierbesitzer die gleiche Frage:

 

Wohin mit dem Tier?

 

Einge Menschen gehen mit Ihren Tieren so um als wären es Wegwerfartikel. Sie werden an Autobahnen angebunden, ausgesetzt oder landen im Müllcontainer.

Tierfreunde sind das wohl nicht.

 

Deshalb unser Rat an alle Tierhalter mit Verantwortungsbewusstsein:

 

Kümmern Sie sich rechtzeitig um einen Urlaubsplatz für Ihr Tier.

 

Rechtzeitig bedeutet mindestens 2 - 3 Monate vor Urlaubsantritt, denn Pflegeplätze sind selten und es dauert lange bis einer gefunden ist.

 

Sehen Sie sich vorher den Urlaubsplatz an. Achten Sie auf Sauberkeit und genügend Auslauf für das Tier.

 

Rufen Sie Catsitterclubs an und erfragen Sie Adressen in Ihrer Nähe.

Oft geben auch Tierärzte Hilfestellung.

 

Schließen Sie mit dem Betreuer einen Vertrag ab. Dieser sollte auch die Schadensregelung beinhalten. Erfragen Sie die Kosten und den Versicherungsschutz.

Damit ihr Tier sich nicht "abgeschoben" fühlt, bringen Sie es einige Tage vorher an seinen Urlaubsplatz und besuchen Sie es bis zu Ihrer Abreise täglich.

 

Lassen Sie Ihr Tier vom Tierarzt untersuchen. Haben Sie ein gesundes Tier, so wollen Sie sicher auch ein gesundes Tier nach dem Urlaub wiederhaben.

Bringen Sie den Impfpass auf den aktuellen Stand.

Entwurmen Sie das Tier und lassen Sie es auf äußere Parasiten untersuchen und bei Vorhandensein behandeln.

Lassen Sie Ihre Katze auf Leukose, FIV und FIP testen. 

Erkrankte Tiere dürfen nicht mit gesunden Tieren zusammenkommen.

Sie würden dann verantwortungslos handeln, denn diese Erkrankungen sind äußerst ansteckend und nicht heilbar!

 

Hinterlassen Sie für den Notfall immer Ihre Urlaubsadresse, Anschrift und Telefonnummer des behandelnden Tierarztes, den Impfpass und die Bescheinigung der Testergebnisse.